Hinweise zum Aufbau und zur Benutzung der Beschreibungen und der Suchfunktion

Die Beschreibungen folgen einem festen Schema. Vermerkt werden in jeweils eigenen Informationsfeldern:

  • Aufbewahrungsort mit Signatur
  • Manuskriptform (Codex bzw. Fragment [eines Codex], Rolle bzw. Fragment einer Rolle) und Umfang, ggfs. werden ursprünglich selbständige Teile genannt
  • Beschreibstoff (in unserem Bestand immer Pergament)
  • Blattgröße
    Diese Angabe bezieht sich auf die Trägerhs. des deutschen Eintrags. Sind die ursprünglichen Maße nicht erhalten, so werden sie, wenn möglich, erschlossen; erschlossene Angaben stehen in spitzen, Ist-Maße in eckigen Klammern; dies gilt entsprechend auch für die Spalten- und Zeilenzahlen.
  • Datierung der Hs.
    Diese Angabe bezieht sich bei deutschen Hss. auf die gesamte Hs., bei inserierten deutschen Einträgen in lat. Hss. auf die Trägerhs. (zur Datierung des deutschen Eintrags siehe unten)
  • Überlieferungstyp
    Zum Beispiel deutsche Handschrift, lateinisch-deutsche Handschrift, Nachtrag, Federprobe, lateinisch-deutsche Mischtexte. Handelt es sich nur um ein deutsches Inserat in einer lat. Sammelhs., wird hier der lat. Inhalt der Hs. kurz beschrieben
  • Deutsche(r) Text(e)

  • Inhalt (Autorennamen und Titel soweit möglich nach der 2. Auflage des Verfasserlexikons)
  • Schrifttyp (zum Beispiel karolingische Minuskel; mit Verweis auf Forschungsliteratur, wenn die Information nach Überprüfung aus dieser übernommen werden konnte)
  • Schriftraum (im Falle einer deutschen Hs.; nicht bei Nachträgen)
  • Spaltenzahl / Zeilenzahl
  • Textgestaltung (etwa Reimtexte, Prosatexte)
  • ggfs. Strophengestaltung (abgesetzt / nicht abgesetzt)
  • ggfs. Versgestaltung (abgesetzt / nicht abgesetzt)
  • ggfs. Besonderheiten (z.B. Illustrationen, Musiknotation)
  • Entstehungszeit (falls nicht identisch mit der Datierung der ganzen Hs., siehe oben)
  • ggfs. Werkdatierung (hier geht es nicht um den Zeitpunkt des Eintrags des deutschen Textes, sondern um den vermuteten Zeitraum, in dem er verfasst wurde)
  • Schreibsprache (mit Verweis auf Forschungsliteratur, wenn die Information nach Überprüfung aus dieser übernommen werden konnte)
  • ggfs. Schreibort (hier auch Hinweise zu Schreiberidentitäten / Skriptoriumsgemeinschaften)
  • Abbildungen (Verweis auf Abbildungen in der Literatur bzw. im Internet, diese mit Links)
  • Literatur (in Einzelfällen in Auswahl; soweit im Internet verfügbar mit Links)
  • ggfs. Vermerk "Archivbeschreibung", d.h. Hinweis auf die bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften archivierten handschriftlichen Beschreibungen, die im Auftrag der ehem. Preußischen Akademie der Wissenschaften angefertigt wurden (soweit im Internet verfügbar mit Links)
  • Hellgardt Nr. d.h. die Nummer in Ernst Hellgardts Handliste: Die deutschsprachigen Handschriften im 11. und 12. Jahrhundert. Bestand und Charakteristik im chronologischen Aufriß, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 35-81

Hinweise zur Suchfunktion

Die Suchfunktion ermöglicht es dem Benutzer, den im Repertorium erfaßten Bestand an Handschriften des 8. bis 12. Jahrhunderts nach bestimmten Merkmalen und Merkmalkombinationen zu durchsuchen.

Die Kategorien können beliebig ausgewählt und kombiniert werden. Die Kategorienfelder Entstehungszeit, Schreibsprachen, Blattgröße, Schriftraum, Zeilenzahl sind schematisiert.

Über die Kategorie Sprache können alle Handschriften des Bestands aufgefunden werden, in denen neben deutschen auch selbständige lateinische Texte enthalten sind. Nicht erfaßt werden gemischtsprachige Texte und lateinische Einsprengsel wie Rubriken u.ä.

Die Kategorienfelder Blattgröße und Schriftraum erlauben nur die Frage nach Dimensionen, die nach oben oder nach unten signifikant von der großen Masse des Bestands abweichen.

Das Kategorienfeld Schreibsprache erfaßt alle in der Beschreibung erwähnten Dialektmerkmale, also auch die Hinweise auf Dialektrelikte aus der Vorlage (Beispiel: die Frage nach "Oberdeutsch" führt auch auf Handschriften, deren Schreibsprache als "mitteldeutsch nach oberdeutscher Vorlage" gekennzeichnet ist).

Die Freitextsuche nach Autor/Werk erlaubt die Eingabe von Suchbegriffen sowohl in Form von Einzelwörtern als auch in Form von Phrasen; auch der Ausschluß von Suchbegriffen ist möglich, indem ein Minuszeichen vor den auszuschließenden Begriff gesetzt wird (Beispiel: die Suche nach Notker von Gallen -Categoriae führt auf alle bisher erfassten Handschriften des Bestands mit Werken von Notker III. von St. Gallen mit Ausnahme derer, die von Notkers Werken die Categoriae enthalten). Bei der Phrasen-Suche ist die Phrase in Anführungszeichen einzuschließen (Beispiel: "Notker III. von St. Gallen"). Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, daß die Suchfunktion des Repertoriums kein geeignetes Instrument für Fragen nach der Gesamtüberlieferung eines Werkes oder der Werke eines Autors ist. Für solche Fragen ist der Handschriftencensus zu konsultieren.